Schnarchen – Ursachen und Hilfsmittel

Schnarchen – gefährlich

Oft wird Schnarchen als ein reines Männerproblem dargestellt. Es ist auch wirklich so, dass Männer mehr Schnarchen als Frauen. Der Grund dafür sind die schmaleren Luftwege bei Männern, die nächtliche Störgeräusche eher begünstigen, als es bei Frauen der Fall ist. Vor allem Schnarchen alle Menschen stärker mit zunehmenden Alter. Kinder, die Schnarchen gibt es natürlich ebenfalls. Während aber nur jedes zehnte Kind schnarcht, sind es bei Männern ab 40 schon etwa 70 Prozent.

Frauen die Schnarchen gibt es gefühlt kaum oder gar nicht. Dabei kann ich selbst als Frau nur bestätigen, dass dieses Problem vorkommt. Es redet nur eher selten jemand darüber. Bei mir hat es mit Anfang 30 begonnen, wie mir mein damaliger Freund gesagt hat.

Über die Jahre habe ich verschiedene Hilfsmittel ausprobiert, die das Schnarchen bekämpfen sollen. Allerdings ist Geduld bei der Beseitigung dieses Problems schon sehr wichtig.

Wie ich das Schnarchen in den Griff bekam

Nachdem klar war, dass ich nicht nur bei einer Erkältung schnarche, sondern immer, wollte ich etwas dagegen unternehmen. Relativ schnell konnte ich mit Hilfe meines Freundes durch Beobachten herausfinden, dass ich mit offenem Mund schlafe. Sobald ich das tue, schnarche ich auch. Wenn man einmal die Ursache kennt, kann man zumindest mit entsprechenden Hilfsmitteln arbeiten.

Dazu sollte ich wohl sagen, dass ich nicht direkt die richtige Methode gefunden habe und es schon einige Zeit dauert, bis wirklich etwas hilft. Heute ist das Schnarchen aber bis auf wenige Ausnahmen stark zurückgegangen, meistens schlafe ich ruhig und ohne zu weitere Geräusche.

 

Erste Hilfe durch ein Kinnband

Einer meiner ersten Schritte zur Bewältigung des Schnarchens war ein Kinnband. Ganz ehrlich, ich finde diese Bänder von der Optik her ganz schrecklich. Die Tragweise unter dem Kinn und rund um den Hinterkopf ist auch nicht ganz so bequem. Doch die Wirkungsweise war schon gut als erster Schritt gegen das Schnarchen. Denn mit einem Kinnband wird dafür gesorgt, dass der Mund in der Nacht nicht mehr offensteht.

Genauer gesagt verhindert das Band die Atmung über den Mund und generell das Schlafen mit offenem Mund. Durch den geöffneten Mund flattern die Weichteile in der Kehle und im Rachen stärker – so entsteht das klassische Geräusch, welches gerade den Partner stört. Doch ich bin morgens oft mit extrem trockenen Mund aufgewacht. Angenehm ist das auch nicht gerade. Allerdings war das Band um meinen Kopf nur eine Übergangslösung für mich. Schließlich möchten nur wenige Menschen dauerhaft so schlafen.

snore

Yoga und Singen als Hilfsmittel

Da mit dem Kinnband erste Erfolge erzielt werden konnten, wollte ich nach langfristigen Lösungen ohne Band suchen. Dabei bin ich auf gezielte Atemkontrolle gestoßen. Das hat in erster Linie natürlich wenig mit dem Schlafproblem mit offenem Mund zu tun, doch insgesamt gesehen hilft es wirklich, den Atem zu kontrollieren. Erst habe ich es mit dem Singen versucht. Schließlich schult Singen die jeweilige Atemtechnik und erfordert eine gewisse Kontrolle. Mir liegt Singen aber nicht so wirklich.

Deshalb bin ich zum Yoga gekommen. Eine bessere Beweglichkeit, mehr Kontrolle über den Körper und die Atmung sowie die damit einhergehende Entspannung waren für mich genug Gründe. Letztendlich war es wohl eine Kombination aus den verschiedenen Methoden, die zum langfristigen Erfolg führten. Vielleicht habe ich mich nach einer Weile mit dem Kinnband auch so an das Schlafen mit geschlossenem Mund gewöhnt, dass ich auch ohne Band so weitergemacht habe.

Oder es war doch das Yoga, ganz sicher bin ich mir da heute nicht mehr. Am Ende zählt für mich aber hauptsächlich, dass ich das Problem in den Griff bekommen habe. Dadurch kann ich wieder ruhig und ohne schlechtes Gewissen schlafen – und mein Freund kommt auch zu seiner wohlverdienten Nachtruhe.